ein weiterer Offline-Hub in Rita's Mühle

ein kreativer Tag mit Cyanotypie

Offline Tage in Ritas Mühle sind für mich inzwischen eine sehr willkommene Abwechslung geworden. Regelmäßig Offline zu gehen, das mache ich zwar auch zu Hause. Doch es zu kombinieren mit einer bewussten Auszeit macht es noch um vieles intensiver.  Tage, an denen ich etwas bisher Unbekanntes analog ausprobiere oder lerne, machen einfach sehr viel Freude.

Gestern stand als Thema das Wunder des Blaudruckes mit Sonnenlicht auf dem Plan.

Es wurde ein besonderer Tag. Den Tag zuvor war die Mondfinsternis mit dem nachfolgenden starken Winden in Niederösterreich. Der Garten rund um Ritas Mühle begrüßte mich und die anderen Teilnehmer:innen mit einer Fülle an Obst, welches der Wind von den Bäumen geschüttelt hatte. Eine Farbenpracht auf dem von dem langen trockenen Sommer braunen Rasen.

Die Natur schien uns zusätzlich zur Langsamkeit einzuladen. Regen und Wolken und weniger UV-Licht verlangsamten den Prozess der Entwicklung unserer selbstgestalteten Werke.

Cyanotypie, eine Form des Blaudruckes mit Sonnenlicht. Wie geht das?

Genau das konnten wir gestern von Robert Davis und Rita Newman erfahren und es dann auch gleich ausprobieren und unser persönliches blaues Wunder erleben.

Meine Erkenntnis des gestrigen Tages: Entwicklung braucht Zeit  und die passenden Rahmenbedingungen. Und die Wahrnehmung der Anpassung und das Vertrauen in den Prozess.

Cyanotypie

Cyanotypie ist eine lichtempfindliche Drucktechnik, bei der die Entwicklung der Bilder auch alleine durch dieUV-Strahlung der Sonne erfolgen kann.  Es handelt sich dabei um eine einfaches, historisches Fotoverfahren, bei dem mit der Hilfe der UV-Strahlung der Sonne unter anderem auf Papier oder Stoff blaue Bilder entstehen.

Wir haben unter der Anleitung von Robert Davis auf Papier ein lichtempfindliche Mischung aufgetragen und diese dann getrocknet. Dann wurden Gläser, Blätter oder strukturelle Elemente gesammelt und auf dem vorbereiteten Papier platziert. Dann mit einer Glasplatte abgedeckt und zur Belichtung in die Sonne gelegt.

 

Nach einer Entwicklungszeit wird das Papier dann in mehreren Schritten gewässert und zum Trocknen aufgehängt. 

 

Es war ein kreatives Spielen mit Formen und der Überraschung, wie es dann schlussendlich belichtet wirken würde. 

zwei meiner Bilder

Innehalten

Formen und Möglichkeiten Innezuhalten gibt es Viele. Wer hier bei mir liest, weiss, dass ich seit vielen Jahren mit ALOHA und LOMI LOMI NUI unterwegs bin.

Sich immer wieder etwas zu suchen, das gut erdet und einem die Möglichkeit gibt, aus der Zeit zu fallen und sich Zeit zu nehmen, ist eine wesentliche Entscheidung.

Offline zu gehen und analog zu sein ist auch so eine Variante.

Entspannung kommt nicht davon, immer alles gleich zu machen und immer erreichbar zu sein.

Alles, was einen in eine intensivere Wahrnehmung zurückbringt, tut gut.

Und auch die Erkenntnis,  dass es zwischen den Todo’s und dem Rückzug in Stille und Mediation oder Reflexion auch die kreative Pause gibt.
Den analogen Austausch mit anderen Menschen oder das Lernen von Etwas NEUEM. 

An diesem Offline-Tag habe  ich auch wieder sehr gut gegessen. Frisch zubereitete Speisen.
Ich habe besondere Menschen getroffen, denen ich sonst wahrscheinlich nie begegnet wäre.  
Wunderbare Gespräche haben mich durch den Tag begleitet.  Das Handy hatte Pause. 

Und ich habe mich auf eine für mich neue kreative Art und Weise ausgedrückt. Es war wieder ein besonderer Tag. Danke an Dich Rita und an Robert für dieses Erlebnis.

Mehr zu Rita’s  Angeboten auf ihrer Website ⤵️

Offlinehub.life 

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Susanne

Susanne Maria Öhlschläger

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