Du weißt von mir, dass ich gerne lese. Das war immer schon so. Und mein Leseverhalten hat sich über die Jahre auch immer wieder verändert. Eine Zeit lang trat es in den Hintergrund. Das Lesen. Mangels Zeit und auch mangels Büchern, die mich interessierten.
In diesem Sommer hat sich das wieder gewandelt. Auf einmal waren sie wieder da. Bücher, die mich gefesselt haben. Autorinnen, die über ein Thema schrieben, das für mich gerade passte. Eines, das mich fesselte. Mich zum Nachdenken brachte und Impulse lieferte.
Die schon erschienenen Bücher von Monika Schmiderer habe ich alle gelesen. Sie widmet sich den Themen Offline, Klarheit und Persönlichkeitsentwicklung. Allesamt Themen, die gerade in unserer heutigen Zeit mehr den je unsere Aufmerksamkeit brauchen. Themen, wo wir zum Hinschauen eingeladen sind. Denn längst hat es unser aller Leben so stark verändert, ob wir es nun wahrhaben wollen oder nicht.
Selbst in Filmen kommen die Protagonist*innen meist nicht mehr in irgendwelchen Einstellung ohne Mobiltelefone aus.
Ich liege und sitze nun schon eine Weile mit einer Erkältung und habe mir, nachdem ich wieder die Kraft dazu hatte, kürzlich einen Film mit Catherine Deneuve und Juliette Binoche angesehen. „La Verité – Leben und Lügen lassen“ eine Mutter – Tochter Geschichte, in der gute Dialoge gesprochen wurden und erst am Ende des Films fiel es mir auf. Die Aufmerksamkeit wurde an keiner Stelle unterbrochen durch Telefonate. Essen waren gemeinsam zelebrierte Zeit. „Wahrheiten“ wurden gesprochen und die beiden unterschiedlichen Wahrheiten und Frauen näherten sich wieder an. Hörten einander zu.